Werkstattunterricht

Unter einer „Werkstatt“ verstehen wir eine Unterrichtseinheit, die über ca. 4-6 Wochen läuft und immer unter einem Oberthema steht, das oft aus dem Heimat- und Sachunterricht stammt. In den jahrgangsübergreifenden Klassen in Habertwedt ist der Werkstattunterricht ein Hauptelement des Unterrichts. Aber auch in den jahrgangseinheitlichen Klassen 3 und 4 an stellen wir den Schülern immer mal wieder eine "Werkstatt" zum Arbeiten zusammen. Die KollegInnen stellen aus allen ihnen zur Verfügung stehenden Materialien Schreib-, Lese- Sachunterrichts-, Bastel- oder Versuchsaufgaben zusammen. Es entstehen dann zwei Aufgabensammlungen mit ca. 15-25 Aufgaben – jeweils eine für Erst- und eine für Zweitklässler. Die Kinder erhalten einen Arbeitsplan, auf dem alle Aufgaben untereinander aufgeführt sind und die Pflichtaufgaben gekennzeichnet sind. Viele Kinder erhalten einen Plan, auf dem die Aufgaben ihrer jeweiligen Klassenstufe erscheinen. Ein großer Vorteil ist aber, dass die Lehrkraft für jedes Kind einen individuellen Arbeitsplan zusammenstellen kann. So bearbeiten Kinder, die schon „lesend“ in die Schule kommen, gleich einige Aufgaben der Zweitklässler Sie werden also jederzeit ausreichend „gefordert“ und haben nicht das Gefühl sich zu langweilen. Kinder, denen das Lernen schwerer fällt, können auch im zweiten Schuljahr immer auch Aufgaben der Erstklässler in ihrem Plan haben und vermeiden dadurch eine Überforderung. Weiteres Element der „Werkstattarbeit“ sind die „Chefaufgaben“. Jedes Kind ist „Chef“ für eine Aufgabe. Die Lehrerin entscheidet nach dem Leistungsvermögen jedes einzelnen Kindes, für welche Aufgabe es „Chef“ sein kann. Diese Aufgabe muss es dann bei Einführung einer Werkstatt zuerst und besonders gründlich bearbeiten und mit der Lehrkraft besprechen. Erst danach beginnt es mit anderen Aufgaben. Im Laufe der Werkstatt gehen nun Kinder, die eine Frage zu einer Aufgabe haben, zunächst zum „Chef“ und fragen diesen. Dabei geht es nicht darum, dass der „Chef“ mit jedem Kind jede Aufgabe bespricht. Alle Arbeitsbögen und Aufträge sind mit Arbeitsaufträgen, Auftragskarten o.ä. versehen. Außerdem gibt es zu jeder Aufgabe einen Lösungsbogen, den die Kinder zur Hilfe nehmen können. Starke Schüler müssen daher in der Regel recht wenig nachfragen. Der Chef ist nur für kleine Verständnisfragen da. Er wird dadurch in seinem Selbstbewusstsein gestärkt, er lernt es zu erklären und die Lehrkraft muss nicht für jede kleine Frage ihre Arbeit bzw. ihr Gespräch mit einzelnen Kindern unterbrechen. Die „Werkstattarbeit“ ist sehr nachhaltig, weil die Kinder sich über einen längeren Zeitraum fächerübergreifend mit einem Thema (z.B. Apfel, Kalender, Wasser, Zähne, Sinne, Kartoffel, Verkehr, Märchen, Weihnachten, Frühling, Getreide, Wattenmeer,…) beschäftigen. Sie lernen ganzheitlicher und behalten dadurch mehr Dinge, als wenn ein Thema nur in einzelnen HSU-Stunden behandelt wird. Wir haben die Beobachtung gemacht, dass die „Allgemeinbildung“ der Kinder dadurch gestärkt wird.

Kim und Ronja präsentieren ihr Fahrzeug, das sie während der "Verkehrswerkstatt" gebaut haben.

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